Wo wird der Brauch in OÖ gelebt?
Gesamt OÖ
Zeitraum:
11. November
Kategorie:
Laterne, Laterne! Sonne, Mond und Sterne!
Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht!
Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne und unten da leuchten wir.
Mein Licht ist schön, könnt ihr es seh’n, la bimmel, la bammel, la bum…
Laternenlieder
(Zitiert nach Euler-Rolle, Andrea: Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus. Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis. Linz 1993, S. 95)
„St. Martin setzt si scho mit Dank zum warmen Ofen auf die Bank!“
Am 11. November feiert der Heilige Martin seinen Gedenktag. Martin von Tours wurde im Jahr 316 nahe der burgendländisch-ungarischen Grenze geboren, er war römischer Soldat und späterer Bischof von Tours. Der Legende nach soll er am Stadttor der nordfranzösischen Stadt Amiens hoch zur Ross seinen Mantel mit einem armen, frierenden Bettler geteilt haben. – Eine Szene, die in vielen Martinsspielen im Rahmen von Laternenumzügen in Kindergärten nachgestellt wird.
Seit Mitte der 1950er Jahre werden in vielen Kindergärten zu Martini Martinsfeste gefeiert. Bei diesen Laternenfesten ziehen bei Einbruch der Dunkelheit die Kindergartenkinder mit ihren selbst gebastelten Laternen beim sogenannten Martinsumzug umher. Dabei werden Martinslieder gesungen.
Als kleine Jause gibt es für die Kinder das Martinskipferl, ein Briochegebäck mit Hagelzucker. Dieses Kipferl soll mit jemandem geteilt werden, als Erinnerung daran, dass Martin seinen Mantel mit dem armen Bettler geteilt hat.
In folgenden Orten erscheint beispielsweise St. Martin noch immer hoch zu Ross als römischer Soldat verkleidet („Martinsreiter“): Ampflwang, Attnang, Aschach an der Steyr, Eberschwang, Kirchschlag, Altenberg, Bad Leonfelden, Wartburg an der Krems, Klaffer etc.
Mit dem Martinstag ging auch traditionell das bäuerliche Arbeitsjahr zu Ende. Das Vieh wurde zum letzten Mal auf die Weide getrieben und auch der Dienstbotenwechsel fand gerne zu Martini statt. Als Dank gaben die Bauersleute den Dienstboten gerne eine gemästete Gans mit – was sich in unserem Speiseplan rund um Martini fortsetzt. Der Martinstag markierte früher auch den Beginn der Adventzeit, jener Fastenzeit mit Tanz- und Heiratsverbot. Zuvor wurde nochmals üppig aufgetischt: eine gemästete Gans.
Der Heilige Martin wurde schon immer mit Gänsen in Verbindung gebracht. Der Legende nach waren es die Gänse, die ihn in seinem Versteck durch lautes Schnattern verraten haben, als er sich zuerst weigerte das Bischofsamt anzunehmen.
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