Zu besonderen Anlässen wie z.B. Neujahr mittels Gewehrsalven oder Böllern Lärm zu erzeugen hat eine lange Tradition. Lärm bildet ein wesentliches Festelement an Wendezeiten wie z.B. Neujahr. Motive solcher Lärmbräuche können Ausgelassenheit und einfach die Freude am Lärm sein – auch Dämonenabwehr und Fruchtbarkeitsriten werden immer wieder als mögliche Erklärungen genannt.
Auch heute noch wird in z.B. Linz, Haslach Helfenberg oder Vorderstoder am 1. Jänner der Jahresbeginn mit dem Neujahrschießen gefeiert.
In Vorderstoder wird um 0:00 Uhr das alte Jahr mit drei Gewehrschüssen „aussig’schossen“ und das neue Jahr mit drei Gewehrschüssen „einig’schossen“ (siehe Neulinger, Erika: Altes und neues Brauchtum im Stodertal. Linz 1998 (Eigenverlag), S. 17). Dieser alte Jägerbrauch wird in den letzten Jahren wieder vermehrt ausgeübt.
Das Neujahrschießen der Prangerschützen in Linz findet um 11 Uhr im Rahmen des traditionellen Neujahrsschnalzens vor dem Landhaus statt. Jedes Jahr wechselt die Kompanie der Oberösterreichischen Prangerschützen, die hier das Neue Jahr mit zwei Dutzend Schüssen einschießt und damit dem Landeshauptmann und den Linzern ein gutes Neues Jahr wünscht. An dieser beliebten Brauchtumsveranstaltung, die aus Neujahrschießen, Aperschnalzen und Turmblasen besteht, nehmen auch eine Goldhaubengruppe und eine Trachtenkapelle teil.
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