Bezirk
Wo wird der Brauch in OÖ gelebt?
Gesamt OÖ
Zeitraum
Zeitraum:
15. August

„Sieben so gut wie neun lass vorm Altar benedein; soll dir an St. Marein großer Segen sein!“
Diesen Kräuterspruch binden die Frauen der Goldhaubengruppe Traunkirchen in jedes Kräuterbüscherl.

Am 15. August wird eines der ältesten Marienfeste der Kirche gefeiert. Hintergrund ist die Vorstellung im katholischen Glauben, dass Maria mit Leib und Seele in Gottes Reich aufgenommen wurde. Bereits seit dem 7. Jahrhundert ist dieses Fest belegt. In Österreich ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag. Man nennt diesen Tag auch Großen Frauentag, Maria Kräuterweih oder Maria Wurzweih.

An diesem Tag werden vielerorts Blumen und Kräuter geweiht, ein alter Brauch den die OÖ. Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppen in den 1980er Jahren in Oberösterreich wiederbelebt haben.
Dazu werden Blumen und Getreideähren mit Heilkräutern zu Sträußen gebunden, die man nach der Weihe zu Hause aufstellt. Welche Kräuter gebunden werden, ist regional unterschiedlich, da auch das Vorkommen regional unterschiedlich ist, z.B. Ringelblume, Frauenmantel, Johanniskraut, Kamille, Salbei, Schafgarbe oder Wermut.

Später wurden die getrockneten Büschel verräuchert oder um Schutz vor Blitzschlag bei einem Gewitter ins offene Feuer geworfen.

Mit Mariä Himmelfahrt beginnen die Tage des Frauendreißiger. In dieser Zeit wurde den Heilkräutern eine besondere Kraft zuerkannt.